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BayWISS-Kolleg Health www.baywiss.de

Projekte im Verbundkolleg Gesundheit

© eliola, Pixabay

Selektion von Tau-Monomer bindenden D-Peptiden als möglichen Therapieansatz bei Alzheimer-Demenz

Die Alzheimer-Krankheit (AD) ist eine neurologische Erkrankung und stellt die häufigste Form der Demenz dar. AD ist eine progressive Art der Demenz und wird von Symptomen wie Gedächtnisverlust durch neuronalen Zelltod, sowie neuropathologischen Merkmalen begleitet. Bisher kann AD nur palliativ und symptomatisch behandelt werden, wenn auch nur mit begrenztem Erfolg. Im Gehirn von Betroffenen entstehen durch die pathologische Aggregation zweier Proteine senile Plaques (Abeta-Peptid) und fibrilläre Ablagerungen (Tau-Protein). Die dadurch verursachten Schäden führen zu einem Rückgang der Neuronen, Synapsen und der Hirnmasse und somit zum Verlust kognitiver Fähigkeiten. Es ist bis heute unverstanden, welche der beiden pathologischen Proteinaggregate in der komplexen pathophysiologischen Kaskade der Erkrankung zuerst auftreten.
Das Projekt zielt auf die Selektion von neuartigen Tau-Aggregationsinhibitoren in Form von innovativen D-enantiomeren Peptiden. Diese therapeutischen D-Peptide sind gegen Tau-Monomere selektiert, in der Hoffnung, ein frühzeitiges Eingreifen in den pathologischen Prozess zu ermöglichen. D-Peptide besitzen im Vergleich zu den L-enantiomeren Formen eine hohe Protease-Stabilität, was sie für in vivo-Anwendungen geeignet macht. Des Weiteren aktivieren sie das Immunsystem seltener. Da die D-Peptide chemisch synthetisiert werden, können sie leicht modifiziert und ihre pharmakologischen und therapeutischen Eigenschaften verbessert und optimiert werden.

MEMBER IN THE JOINT ACADEMIC PARTNERSHIP

since

Supervisor Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg:

Prof. Dr. Susanne Aileen Funke

Das wissenschaftliche Hauptinteresse von Prof. Funke gilt der Untersuchung von Peptiden und Proteinen für anwendungsbezogene Fragestellungen, insbesondere der Analyse von Protein-Protein-Interaktionen und deren therapeutischer Verhinderung. Zur in-vitro Charakterisierung der Protein-Protein-Interaktionen nutzt sie ein breites Spektrum von biochemischen und biophysikalischen Methoden, wie z.B. der evolutiven Biotechnologie (besonders Phagendisplay), Protein-Expression und Aufreinigung mittels chromatographischer Methoden, Oberflächen-Plasmonen-Resonanz, Zellkulturtests und Laser-Scanning-Mikroskopie.

 

Forschungsschwerpunkte:

  • Therapie und Diagnose neurodegenerativer Demenzen
  • Verhinderung bakterieller Infektionserkrankungen, wie z.B. von Listeriose
  • Biomarker-Nachweis und -Entwicklung

Project:
Selektion von Tau-Monomer bindenden D-Peptiden als möglichen Therapieansatz bei Alzheimer-Demenz

Supervisor Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg:
Isabelle Aillaud

Isabelle Aillaud

Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg

Coordinator

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Dr. Sabine Fütterer-Akili

Dr. Sabine Fütterer-Akili

Koordinatorin BayWISS-Verbundkolleg Gesundheit und BayWISS-Verbundkolleg Ökonomie

Universität Regensburg
Zentrum zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
Universitätsstraße 31
93053 Regensburg

Telephone: +49 941 9435548
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