Im Rahmen dieses Promotionsprojekts wird die Bedeutung des Eisenstoffwechsels für die Krankheit Endometriose im Chorion-Allantois-Membran-(CAM)-Modell untersucht. Endometriose ist eine benigne Erkrankung, die sich durch das Vorkommen von endometriumähnlichem Gewebe außerhalb des Cavum uteri auszeichnet. Das ektope Gewebe unterliegt dabei den Hormonwirkungen des weiblichen Zyklus. Rund 10% der Frauen im reproduktiven Alter sind von der Krankheit und den damit einhergehenden Einschränkungen der Lebensqualität betroffen.
In der Pathophysiologie der Endometriose spielt auch der Eisenstoffwechsel eine Rolle, denn aufgrund von zyklusabhängigen Blutungsperioden und einem abnormen Eisentransport akkumuliert freies Eisen im Gewebe. Dies wiederum führt über die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies zu oxidativem Stress und einer pro-inflammatorischen Mikroumgebung.
Ziel der Arbeit ist es, diese Stoffwechselveränderung besser zu verstehen. Hierbei sollen insbesondere hormonelle Einflüsse sowie die Aktivität von Immunzellen erforscht werden.
Die angewendeten Methoden im Labor beinhalten unter anderem das Kultivieren von humanem Endometriosegewebe im 3D-in-vivo-CAM-Modell, die immunhistochemische und massenspektrometrische Analyse dieser Proben sowie die Bestimmung von Hormonspiegeln mittels ELISA.
Mia Schumm ist Stipendiatin des ReForM-D-Promotionsstipendiums der Fakultät für Medizin.
