Autologe Fetttransplantate zählen bereits als etabliertes Verfahren um krankheits-, trauma- oder altersbedingte Volumendefekte zu behandeln. Ein essenzieller Vorteil gegenüber nicht-autologer Füllstoffe ist, dass es zu keiner Abstoßreaktion des Körpers auf das Transplantat aus körpereigenem Material kommt. Verbesserungspotential beim autologen Fetttransfer liegt darin, dass das Resultat der Therapie schlecht reproduzierbar vorhergesagt werden kann. Dies liegt vor allem an den patientenspezifischen biologischen und mechanischen Einflussfaktoren, die noch nicht ausreichend identifiziert und deren Einfluss auf den Therapieerfolg nicht ausreichend quantifiziert werden konnten. Als Folge dessen ist in der Literatur eine große Schwankung der Einheilungsrate (20 – 80 %) angegeben.
Es ist bereits wissenschaftlich erwiesen, dass durch eine erhöhte Anzahl an Stammzellen die Einheilungsrate des Transplantates verbessert werden kann. Die für die Aufkonzentration notwendigen Arbeitsschritte sind jedoch zeitintensiv, fehleranfällig und führen zu einer substanziellen Änderung des Transplantates. Das Ziel dieser Dissertation ist daher die Entwicklung und Validierung einer mechanischen intraoperativen Aufbereitungsmethode zur optimierten Prozessierung von Fetttransplantaten. Die operativen Parameter müssen bei der Optimierung ebenso wie die mechanischen und biologischen Eigenschaften des Transplantates berücksichtigt werden. Zur Erhebung der Einheilungsrate soll das innovative Diagnoseverfahren der 3D-Fotovolumetrie verwendet werden. Dies gilt es in Vorstudien zu validieren und deren Potential für den plastischen Alltag zu untersuchen.
Zusätzlich zu dem optimierten Prozessierungsprotokoll soll im Labor ein Versuchsmuster erarbeitet werden, mit welchem weitere fehleranfällige Schritte eliminiert werden können. Dies soll durch eine innovative Auslegung des Spritzendesigns erfolgen, das ein automatisiertes Ablassen der Phasen ermöglichen soll.
Entwicklung und Validierung eines innovativen Operationsverfahrens zum autologen Fetttransfer mit mechanischer Aufbereitung
MITGLIED IM KOLLEG
von bis
Prof. Dr.-Ing. Thomas Schratzenstaller
Forschungsschwerpunkte:
- Zulassungsgerechte Entwicklung von Medizinprodukten
- Minimalinvasive Implantate und deren Implantationstechniken
- Unterstützung von Personen mit Handicap
Betreutes Projekt:
Entwicklung und Validierung eines innovativen Operationsverfahrens zum autologen Fetttransfer mit mechanischer Aufbereitung
Prof. Dr. Lukas Prantl
Betreutes Projekt:
Entwicklung und Validierung eines innovativen Operationsverfahrens zum autologen Fetttransfer mit mechanischer Aufbereitung
