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BayWISS-Kolleg Gesundheit www.baywiss.de

Projekte im Verbundkolleg Gesundheit

© eliola, Pixabay

Salutogene Entwicklungspotentiale und Perspektiven der Krankheitsbewältigung bei Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern

In Deutschland leben derzeit etwa 300.000 Erwachsene mit einem angeborenen Herzfehler (EmaH). Durch die medizinisch-technischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte haben EmaH heute eine weitestgehende normale Lebenserwartung. Gleichzeitig bleiben EmaH, auch bei erfolgreichen medizinischen Interventionen, ihr Leben lang chronisch krank. Physische und psychische Komorbiditäten sind sehr häufig, wie z. B. Angststörungen, Depressionen und posttraumatische Belastungsstörungen, und auch in sozialer Hinsicht sind Betroffene mitunter stark eingeschränkt.

Mit einer salutogenetischen Perspektive stehen die Entstehung, Stärkung und Förderung der Gesundheit von EmaH im Zentrum. Es werden salutogene Entwicklungspotentiale sowie Bedingungen, Strategien und Prozesse, die z. B. auch für erfolgreiches Coping relevant sind, in den Blick genommen. Damit einher geht zum Beispiel auch die Frage, wie es gelingen kann, trotz eines angeborenen Herzfehlers ein lebenswertes, gesundes Leben zu führen. Wie kann es gelingen, trotz Krankheit Gesundheit zu stärken und weiter zu fördern- ganz im Sinne eines „Gedeihen nicht trotz, sondern sogar aufgrund widriger Umstände“ - und damit gesundheitsförderliche Entwicklungsprozesse bei EmaH anzustoßen?

Im Rahmen einer Mixed-Methods-Studie werden durch quantitative Befragung und qualitative Interviews bei EmaH erstmalig salutogene, positiv-psychologische Dimensionen im Zusammenhang mit der Krankheitsbewältigung untersucht, wie z. Bsp. Resilienz, Kohärenz, Posttraumatisches Wachstum, Achtsamkeit und Selbstmitgefühl. Auch subjektive Perspektiven, wie die individuelle Narrative und das Gesundheits- und Krankheitsverständnis von Betroffenen, sind Teil des Erkenntnisinteresses.

Das Promotionsvorhaben erfolgt in Kooperation mit dem Deutschen Herzzentrum München an der Klinik für angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie.

MITGLIED IM KOLLEG

seit

Betreuer Technische Universität München:

Prof. Dr. Jürgen Beckmann

Im Zentrum von Forschung und Lehre steht für uns die Verknüpfung von Diagnostik und Intervention. Dabei geht es um die Weiterentwicklung und Evaluation neuer diagnostischer Instrumente auf wissenschaftlicher Basis, sowie um eine zielgerichteteKonzeptionierung neuer Interventionsmethoden in der Praxis. Unsere Forschungsschwerpunkte sind „Motorische Leistung“, „Klinische bzw. gesundheitspsychologische Forschung“ sowie „Volition und exekutive Funktionen“.

Forschungsschwerpunkte:

  • Klinische Sportpsychologie
  • Psychokardiologie
  • Neurowissenschaftliche Perspektiven der Leistungsstabilisierung

Betreutes Projekt:
Salutogene Entwicklungspotentiale und Perspektiven der Krankheitsbewältigung bei Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern

Betreuer Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg:

Prof. Dr. Niko Kohls

Niko Kohls beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren wissenschaftlich mit den Zusammenhängen von Achtsamkeit und Selbstregulationsfähigkeit und ihren Zusammenhang mit Gesundheit, Wohlbefinden aber auch Krankheit und Schmerz. Nach seiner Promotion in Psychologie war er einige Jahre in England als Postdoktorand tätig. Im Jahr 2008 etablierte er ein innovatives Forschungsprogramm „Psychophysiologie des Bewusstseins“ an der LMU München, das sich der Erforschung von neuro-, gesundheits- und organisationswissenschaftlich relevanten Aspekten von Achtsamkeit und Spiritualität widmete. Im Jahr 2012 habilitierte er sich für das Fach Medizinische Psychologie an der LMU München mit der Arbeit „Achtsamkeit und Spiritualität als potentielle Gesundheitsressourcen. Seit September 2013 ist er an der Hochschule Coburg als Professor für Gesundheitswissenschaften im Fachbereich Gesundheitsförderung tätig.

Forschungsschwerpunkte:

  • Medizinische Psychologie
  • Gesundheitsförderung
  • Resilienz- / Achtsamkeitsforschung

Betreute Projekte:

Publikationen

Röhrich C., Giordano J. und N. Kohls (2021):
Narrative view of the role of health promotion and salutogenesis in the treatment of chronic disease: viability and value for the care of cardiovascular conditions. In: Cardiovascular diagnosis and therapy 11 (2), S. 591–601. DOI: 10.21037/cdt-20-610.

Röhrich, C., Kohls, N. (2019):
Bedeutung von Prävention, Gesundheitsförderung und die Rolle des salutogenetischen Denkens in der Behandlung von chronischen Erkrankungen. In: Journal für angeborene Herzfehler (7), S. 80–85.

Röhrich, C., Krüger, E. und N. Kohls (2018):
Gefühl und Vernunft als leibliches Erleben - Zur Relevanz von Subjektivität für ethische Bezüge im Kontext von Gesundheitsförderung. In: Internationale Zeitschrift für Philosophie und Psychosomatik (1), S. 1–8.

Röhrich C., Kraft J., Nagel A., und N. Kohls (2018):
Salutogenese gemeinsam und interdisziplinär weiterdenken. Erfahrungen aus und mit dem Studiengang Integrative Gesundheitsförderung Coburg. In: Der Mensch 56 (1), S. 41–45.

Stipendium

Promotionsstipendium LaKoF Bayern

Auszeichnungen und Preise

Kulturpreis Bayern 2018
IHK-Preis Coburg 2018

Christina Röhrich

Christina Röhrich

Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg

Koordination

Treten Sie mit uns in Kontakt. Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Anregungen zum Verbundkolleg Gesundheit.

Dr. Sabine Fütterer-Akili

Dr. Sabine Fütterer-Akili

Koordinatorin BayWISS-Verbundkolleg Gesundheit und BayWISS-Verbundkolleg Ökonomie

Universität Regensburg
Zentrum zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
Universitätsstraße 31
93053 Regensburg

Telefon: +49 941 9435548
gesundheit.vk@baywiss.de