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BayWISS-Kolleg Gesundheit www.baywiss.de

Projekte im Verbundkolleg Gesundheit

© eliola, Pixabay

Effekte von Punicalagin auf Osteosarkom-Zelllinien und Primärmaterial im 3D-in-vivo Tumormodell

Osteosarkome sind seltene und heterogene maligne Entitäten. Betroffen sind zumeist Kinder und Jugendliche oder Patienten zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Gründe für die schlechte Prognose sind die frühe Metastasierung in die Lunge, hohe Rezidivraten und die Resistenzentwicklung gegenüber Chemotherapeutika. Durch die Manipulation verschiedener zellulärer und molekularer Signalwege induzieren Osteosarkome eine verstärkte Angiogenese zur Versorgung des Tumorgewebes. In den letzten Jahren wurden vermehrt Inhibitoren untersucht, welche in der Lage sind, obwohl die Tumorgröße als auch die tumorinduzierte Angiogenese zu inhibieren.

Eine der potentiellen Substanzen ist ein Ellagitannin namens Punicalagin, welches in der Schale des Granatapfels vorkommt und laut neuen Studiendaten eine antiinflammatorische und antioxidative Wirkung hat. In Zellkultur und im Xenograft-Mausmodell hat Punicalagin bereits vielversprechende Ergebnisse gezeigt. Es wirkt pro-apoptotisch, hemmt die Angiogenese und die Tumor-assoziierte Inflammation und reduziert die Größenzunahme.

Das Chorion-Allantois-Membran (CAM)-Modell ist ein 3D-in-vivo-Tumormodell und stellt eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anwendung dar. Die CAM ist eine stark vaskularisierte Membran des befruchteten Hühnereis, über die der Embryo den Gasaustausch betreibt. Auf dieser Membran können Primärgewebe oder Tumorzellen implantiert und kultiviert werden und sie ermöglicht ebenfalls die Testung von Therapieansätzen.

Diese Arbeit untersucht die Wirkung von Punicalagin auf Osteosarkom-Primärgewebe und Osteosarkom-Zelllinien im CAM-Modell.

MITGLIED IM KOLLEG

seit

Betreuerin Universität Regensburg:

Prof. Dr. Silke Härteis

Translationale Nieren-/Tumorforschung (From Bedside to Bench and from Bench to Beside) und Einsatz eines Patienten-spezifischen 3D-in-vivo-Modells, das die 3R-Prinzipien (reduce, refine, replace) implementiert. Dieses Modell ermöglicht nicht nur neue Forschungsansätze für die Untersuchung von Primärmaterial von Tumoren und Nierenzysten, sondern bietet die Möglichkeit einer individualisierten, patienten-spezifischen Forschung zur Etablierung neuer Therapieansätze. In der Tumorbiologie, wo man die Wirksamkeit von Medikamenten und deren Dosierung testen will, dient das Chorion-Allantois-Membran-Modell (CAM-Modell) als solcher „Zwischenschritt“ zwischen Tier und Mensch.

Betreute Projekte:

Betreuer Technische Hochschule Deggendorf:

Publikationen

Dorn, A. R., Hupp, S., Neff, S., Engelhardt, M., Pion, E., Lenze, U., Knebel, C., Duprée, A., Schewe, S., Weber, M., Wulbrand, C., Hillmann, A., Clarke, P., Kainz, P., Aung, T. & S. Haerteis (2024):
Effects of Punicalagin on Osteosarcoma Cell-Lines and Patient Tissue in the 3D-in-vivo-tumor model, Organoids, accepted.

Vorträge und Präsentationen

Vortrag 117. Annual Meeting, Anatomischen Gesellschaft, Würzburg, Germany (2023):
Effects of Punicalagin on Osteosarcoma Cell-Linesand Patient Tissue in the 3D-vivo tumor model.

Poster: BayWISS-Netzwerktreffen, Regensburg, Germany (2023):
Effects on Punicalagin on Osteosarcoma in the 3D in-vivo tumor model.

Anna Rebecca Dorn

Anna Rebecca Dorn

Universität Regensburg

Koordination

Treten Sie mit uns in Kontakt. Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Anregungen zum Verbundkolleg Gesundheit.

Dr. Sabine Fütterer-Akili

Dr. Sabine Fütterer-Akili

Koordinatorin BayWISS-Verbundkolleg Gesundheit und BayWISS-Verbundkolleg Economics and Business