Im Rahmen des Promotionsprojektes wurde der Zusammenhang zwischen soziodemografischen (Alter, Geschlecht, Partnerschaftsstatus), sozioökonomischen (Bildung, Beruf, Einkommen), psychosozialen (Soziale Unterstützung, Internale Kontrollüberzeugung, Externale Kontrollüberzeugung) und verhaltensbezogenen (Körperliche Aktivität, Rauchen, Alkoholkonsum) Faktoren sowie der körperlichen und psychischen Lebensqualität (HRQoL) älterer Erwachsener in umfassenden statistischen Modellen untersucht. Für die vertiefte Analyse dieser Zusammenhänge wurden bivariate (t-Test, ANOVA) und multivariable (multiple lineare Regressionsmodelle) Verfahren angewandt, um differenzierte Erkenntnisse zu Wirkungsebenen und strukturellen Zusammenhängen zu gewinnen. Die Analysedaten (n = 1.687) stammen aus einer bevölkerungsbezogenen Vollerhebung im kommunalen Setting bei Erwachsenen ab 65 Jahren. Dabei wurden validierte und standardisierte Messinstrumente eingesetzt, die sich für die Bevölkerungsbefragung älterer Erwachsener eignen. Zur Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität wurde die überarbeitete Version des 36-Item Short Form Health Survey (SF-36v2) genutzt.
Das Forschungsziel besteht darin, neue Erkenntnisse zu sozialen Faktoren der gesundheitsbezogenen Lebensqualität älterer Erwachsener zu erlangen. Diese können genutzt werden, um Interventionen zielgruppen- und handlungsfeldspezifisch
ausrichten zu können. Davon sollen insbesondere sozial benachteiligte ältere Erwachsene profitieren, da diese erhebliches Potenzial zur Gesundheitsförderung und Prävention aufweisen.
